Frankfurt (Oder) ist eine am Westufer der Oder gelegene kreisfreie Stadt im Osten des Landes Brandenburg. Der Talweg der Oder markiert die Grenze zur Republik Polen. Seit dem 1. Januar 1999 führt die Stadt die Zusatzbezeichnung „Kleiststadt“ – nach Heinrich von Kleist, der hier 1777 geboren wurde –, die aber nicht Bestandteil der amtlichen Schreibweise ist. Entwicklung seit Ende des Zweiten Weltkrieges Schon im Mai 1945 wurde durch eine provisorische Brücke die Verbindung zur Dammvorstadt wieder hergestellt. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wurde Frankfurt (Oder) Grenzstadt. Die Dammvorstadt wurde abgetrennt, innerhalb von zwei Tagen vollständig geräumt und zur heutigen polnischen Nachbarstadt Frankfurts, Słubice. Zwischen 1950 und 1952 war die Stadt nicht kreisfrei, sondern gehörte zum Kreis Frankfurt (Oder). 1952 fand in Frankfurt die Unterzeichnung der Urkunde über die Markierung der Staatsgrenze zu Polen statt. Frankfurt (Oder) wurde Bezirksstadt, das heißt Verwaltungszentrum eines der fünfzehn Bezirke der DDR, die nach ihren Bezirksstädten benannt wurden. Das Stadtzentrum wurde in den 1950/60er Jahren unter weitgehender Aufgabe des alten Stadtgrundrisses neu aufgebaut. Nur wenige historische Gebäude, wie z.B. das Rathaus, wurden wiederhergestellt. Das Lichtspieltheater der Jugend in der Wilhelm-Pieck-Straße 328 wurde am 1. Mai 1955 eingeweiht Ein großflächiges Neubaugebiet in Plattenbauweise entstand in den 1970er Jahren im Stadtteil Neuberesinchen. In Frankfurt (Oder) gab es 1980 465 konspirative Wohnungen des Ministerium für Staatssicherheit. Mit der Neukonstituierung der Länder auf dem Gebiet der DDR im Jahre 1990 kam die Stadt wieder zum Land Brandenburg. Am 15. Juli 1991 wurde die offizielle (Neu-)Gründung der Europa-Universität Viadrina per Rechtsakt vollzogen. 1994 verließ der letzte Soldat der Sowjetarmee die Stadt 2001 wurde mit einem groß angelegten Abriss von Häusern, hauptsächlich Plattenbauten aus der DDR, begonnen. Bis einschließlich 2005 verlor die Stadt so 3.500 Wohnungen.
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