Ebersbach/Sa. ist eine Stadt im Südosten von Sachsen, direkt an der Grenze zu Nordböhmen (Tschechien). Ebersbach wurde im Jahr 1306 erstmals als Eversbach urkundlich erwähnt. Bereits im Jahr 1406 wurde es in den Hussitenkriegen vollständig zerstört. Im Jahr 1597 erwarb die Stadt Zittau die Gemeinde. Dadurch erblühte die Wirtschaft (Webereien), aber bereits im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf schwer verwüstet, konnte sich aber bald wieder erholen. Seit dem Jahr 1873 besitzt Ebersbach einen Eisenbahnanschluss und entwickelte sich in den Gründerjahren immer mehr zur Industriestadt. Im Jahr 1877 erfolgte die Vereinigung der beiden Ortsteile Alt- und Neuebersbach. Seit dem 5. September 1925 besitzt die Gemeinde das Stadtrecht. Eine geplante Vereinigung der Stadt mit dem benachbarten Neugersdorf wurde nie vollzogen. Ebersbach ist geprägt durch die Weber und Spinner. Viele noch heute stehenden Umgebindehäuser zeugen von dieser bedeutsamen Epoche. In der Neuzeit wurden in der gesamten Oberlausitz große Industriekomplexe zur Baumwollbearbeitung gebaut. Dieser Industriezweig ist heute nicht mehr existent. Fast sämtliche Betriebe wurden eingestellt, lediglich die Spinnerei Ebersbach arbeitet noch. Das "Speisehaus", einst eine Veranstaltungsstätte für Jugendweihen, Betriebsfeste, Weihnachtsfeiern und sonstigen Großveranstaltungen, beherbergt einen Supermarkt. Die einmalige Umgebindehauslandschaft der Oberlausitz zeichnet auch Ebersbach/Sa. mit wunderschönen Objekten aus. Die hölzernen Häuschen mit ihren blumenreichen Vorgärten strahlen Wärme und Geborgenheit aus und künden von der bodenständigen Lebensart der Oberlausitzer. Ein Umgebindehaus mit besonderer Bedeutung für die Geschichte von Ebersbach, die Alte Mangel, konnte mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in einem Modellprojekt instand gesetzt werden.Das heutige Ebersbach/Sa. lädt zu ausgedehnten Spaziergängen in seiner Stadtflur und angrenzenden Umgebung und Einkehr in sauberen und gemütlichen Gaststätten ein. Besonders einmalige Aussichtspunkte sind dabei der Schlechteberg (485 m), der Hainberg und die Felsenmühle. Der Aussichtsturm krönt seit 2. Mai 1998 den Schlechteberg und bietet einen wundervollen Ausblick über die Oberlausitz und über die Tschechische Staatsgrenze hinweg auf Nordböhmen.
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