Bayreuth ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Die Stadt ist Sitz der Regierung von Oberfranken, des Bezirks Oberfranken und des Landratsamtes Bayreuth. Weltberühmt ist Bayreuth durch die jährlich im Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel stattfindenden Richard-Wagner-Festspiele. Die Richard-Wagner-Festspiele oder Bayreuther Festspiele sind ein Musik- und Theaterfestival, das jedes Jahr (in der Regel vom 25. Juli bis 28. August) im eigens für diesen Zweck von Wagner erbauten Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth stattfindet.Die Festspiele wurden vom Komponisten Richard Wagner gegründet, um an einem Ort ohne andere Ablenkung sich in voller Konzentration allein den Darbietungen der Werke widmen zu können. Die ersten Festspiele in Bayreuth unter Leitung Richard Wagners begannen am 13. August 1876 mit der erstmals vollständigen zyklischen Aufführung des Ring des Nibelungen. Wegen des finanziellen Misserfolgs konnten die nächsten Festspiele erst 1882 (mit der Uraufführung von Parsifal) durchgeführt werden. Wenige Monate darauf starb Wagner. Seitdem wird jährlich ein Teil der zehn Hauptwerke des Komponisten (Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, der vierteilige Zyklus Der Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal) gegeben. Einwohnerentwicklung Bayreuth hatte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur wenige Tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So zerstörten 1430 die Hussiten die Stadt und 1602 starben bei einem Ausbruch der Pest rund 1000 Bewohner. Auch während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) musste Bayreuth Einwohnerverluste hinnehmen. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1818 10.000 Menschen in der Stadt, waren es 1900 bereits rund 30.000. Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl – auch aufgrund der Eingemeindung mehrerer Orte am 1. April 1939 – auf 45.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten einen weiteren Zuwachs um 11.000 Personen auf 56.000 Einwohner bis Oktober 1946. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter, ab den 1970er-Jahren nicht zuletzt aufgrund der neugegründeten Universität. Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Bayreuth nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 74.137 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Davon waren 63,7 Prozent evangelisch und 28,8 Prozent katholisch.
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