Aue ist mit rund 18.000 Einwohnern eine Kleinstadt an der Mündung des Schwarzwassers in die Zwickauer Mulde im Erzgebirge. Aue ist Verwaltungssitz des Landkreises Aue-Schwarzenberg und gehört zum Städtebund Silberberg. Aue war zu DDR-Zeiten ein Zentrum des Maschinenbaus und der Besteckherstellung und entwickelt heute den Tourismus, da durch sie die Silberstraße führt. Sie ist auch durch den Fußballverein FC Erzgebirge Aue, der 2003 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, bekannt. Aue war bis 1991 ein Zentrum der SDAG Wismut. Die erste Erwähnung des Ortes findet sich 1219, als in einer Urkunde Bertoldus prepositus de Owa genannt wird. Owa, später auch Awe oder Aw bezeichnete die Wiese am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Zwickauer Mulde, auf der neben dem 1173 gegründeten Klösterlein Zelle erste Siedler sesshaft wurden. 1479 begann man auf Auer Fluren mit dem Bergbau auf Zinn und Silber, der dem Ort einen Aufschwung gab. 1526 wurde der Auerhammer, später Eisenwerk und Ortsteil von Aue, erstmals urkundlich erwähnt. 1627 erhielt Aue von Kurfürst Johann Georg I. das Marktrecht für einen Jahrmarkt zu Bartholomäus (27. August), 1632 für einen zweiten, den Katharinenmarkt, am 25. November. 1635 gründete Veit Hans Schnorr das erste sächsische Blaufarbenwerk im heutigen Auer Ortsteil Niederpfannenstiel. Seit 1711 lieferte man zudem Kaolin zur Porzellanfertigung nach Meißen. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wird Aue in Urkunden als Stadt bezeichnet. 1897 wurde Zelle, 1929 auch Alberoda nach Aue eingemeindet. Bereits 1901 hatte das königliche Amtsgericht seine Tätigkeit in der Stadt aufgenommen. Eines der ältesten Kunstwerke Sachsens ist das Putzritzgemälde von der Ostwand des Klösterleins, das Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Maria und einen Bischof zeigt. Es wurde in den Dreißiger Jahren aus restauratorischen Gründen abgenommen und befindet sich heute in der St.-Annen-Kapelle nahe dem Dom in Freiberg. Eine Kopie von H. Beck findet sich in der Friedenskirche Aue-Zelle. Die Stadt blieb wie Schwarzenberg nach dem Kriegsende 1945 einige Zeit unbesetzt. Bis 1994 war die Stadt Verwaltungssitz des Kreises Aue. Mit der Kreisreform 1994 wurde Aue Verwaltungssitz des neugebildeten Landkreises Aue-Schwarzenberg. Seit 1996 existiert der „Städtebund Silberberg“, dem neben Aue auch Schneeberg, Schwarzenberg, Bad Schlema, Lauter und Lößnitz angehören. Im November 2006 bekundeten per Unterschrift die Bürgermeister der Orte Aue, Lößnitz, Schneeberg und Bad Schlema das Vorhaben des Zusammenschlusses zu einer Stadt Silberberg.
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